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Das komfortable Teilen von Dateien aus dem eigenen Microsoft OneDrive oder SharePoint ist im Geschäftsalltag eine enorme Erleichterung. Doch wenn Cyberkriminelle – meist durch einen unbedachten Klick auf einen betrügerischen Link – Zugriff auf ein Microsoft-Konto erlangen, wird genau diese nützliche Funktion zur gefährlichen Waffe.

In den vergangenen zwei Wochen verzeichnen wir eine massive Zunahme solcher Vorfälle. Die Masche läuft hochgradig automatisiert und nach einem immer gleichen, perfiden Muster ab: Sobald ein Postfach übernommen wurde, hinterlegen die Angreifer eine schädliche Datei im OneDrive des Opfers. Über die Teilen-Funktion wird der Link zu dieser Datei dann an das gesamte persönliche Adressbuch versendet. Innerhalb von Minuten gehen so oft bis zu 1.000 E-Mails an Geschäftspartner, Kunden und Kollegen heraus.

Das Gefährliche an dieser Kampagne ist die technische Täuschung. Die E-Mails sind keine billigen Fälschungen, sondern werden legitim direkt von den echten Microsoft 365-Servern versendet. Sie sehen aus wie eine reguläre Systembenachrichtigung (z. B. „Max Mustermann hat Ihnen eine sichere Nachricht gesendet“). Da die Absenderinfrastruktur sauber ist, schlagen klassische Virenscanner und SPAM-Erkennungen hier nicht an.

Das Vertrauen in den bekannten Absender verleitet viele Empfänger dazu, den Link zu öffnen. Wer auf der nachfolgenden, gefälschten Login-Seite seine Zugangsdaten eingibt, wird sofort zum nächsten Opfer dieser Kettenreaktion. Hochentwickelte Angreifer sind auf diesen gefälschten Seiten mittlerweile sogar in der Lage, Anmeldesitzungen abzufangen und so bestehende Zwei-Faktor-Authentifizierungen (MFA) auszuhebeln.

Wie Sie sich und Ihr Unternehmen schützen können:

Basisschutz durchsetzen: Auch wenn kein hundertprozentiger Schutz existiert, ist die konsequente flächendeckende Aktivierung der 2-Faktor-Authentifizierung (MFA) zwingend erforderlich, um einfache, automatisierte Kontoübernahmen zu stoppen.

Skepsis schärfen: Seien Sie äußerst misstrauisch gegenüber unangekündigten Dateifreigaben, selbst wenn diese scheinbar von vertrauten Geschäftspartnern stammen.

Rückfrage halten: Greifen Sie im Zweifel kurz zum Telefon und fragen Sie beim Absender nach, bevor Sie einen Link anklicken. Antworten Sie nicht auf die verdächtige E-Mail, da die Angreifer diese Antworten oft abfangen.

Zögern Sie nicht – der CNS Service Desk hilft

Bitte sprechen sie zudem mit unserem Vertriebsteam. Elemente aus unseren folgenden Produkten können Ihre Infrastruktur entscheidend vor Angriffen im Bereich E-Mail und Microsoft 365 schützen:

VALLEY ONE managed 365 Mail Standard – E-Mail Security & AntiSpam

VALLEY ONE managed 365 Tenant Guard – Schützt den Microsoft 365 Tenant vor Datenverlust und Cyberrisiken.

CNS barrierefrei erleben